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Landwirtschaft heute


Landwirtschaft heute

Fast jeder von uns nimmt Milch zu sich: Milch- und Kakaogetränke, im Kaffee oder Müsli, Joghurt, Quark, Käse oder Butter auf dem Brot. Wie aber funktioniert ein moderner Milchviehbetrieb? Und was bedeutet es heute, Landwirt zu sein?

Bei der Familie Witbaard und Meyer klin­gelt der Wecker bereits um 4 Uhr morgens, um 4:15 Uhr läuft die Melkmaschine. 140 Milchkühe werden in den Melkstand getrieben. Die meisten „Mitarbeiterinnen“ wissen was ansteht und warten geduldig. Kühe sind Gewohnheitstiere, neugierig und mit eigenem Charakter. „Man kennt seine Pappenheimer“, schmunzelt Douwe Witbaard. Vier Stunden später ist die erste Arbeit des Tages getan. Die zweite Melkschicht beginnt um 16 Uhr. Ein augen­zwinkernder Spruch von Landwirten lautet übri­gens auch: „Ein Landwirt hat ein schweres Leben. Er muss zwei Mal am Tag aufstehen.“ Für viele Menschen wäre das frühe Aufstehen ein Graus - für Douwe Wit­baard und Jenny Meyer der Lebenstraum.

 „Die Liebe zu den Tieren, der Umgang mit ihnen und draußen sein zu können“, das schätzen beide. Sie kennen keine Staus auf dem Weg zur Arbeit: „Nur Arbeits­kleidung anziehen und schon sind wir da.“ Die Landwirtschaft hat sich in den vergangenen 50 Jahren sehr verändert. So sind die Tierzahlen zwar gleichgeblieben, aber die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe ist stark gesunken. Es muss eine bestimmte Anzahl an Tieren geben, damit der Betrieb wirtschaftlich arbeiten kann.

Reine Familienbetriebe sind so nur noch schwer zu führen. Für die Winterfut­terernte beauftragen Landwirte zum Beispiel zur Unterstützung immer häufiger Lohnunternehmen.

Besuchen Sie einen land­wirtschaftlichen Betrieb bei einer Hofführung, werfen Sie einen Blick in die Ställe und den Melkraum und lernen Sie direkt vor Ort die moderne Landwirtschaft kennen.